Kopernikusschule Freigericht

Erfinderlabor

Materialforscher und Klimaschützer: Fabian Stumpf von der Kopernikusschule im Erfinderlabor der TU Darmstadt

16. März 2026

Eine Woche wie aus dem Forscherbuch – und mittendrin ein Schüler der Kopernikusschule Freigericht: Fabian Stumpf wurde als einer von 16 ausgewählten Oberstufenschülerinnen und -schülern aus Hessen in das 40. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie (ZFC) aufgenommen und durfte an der TU Darmstadt an hochaktuellen Fragen der Materialforschung arbeiten. Die Teilnahme ist alles andere als selbstverständlich: In einem anspruchsvollen Auswahlverfahren setzten sich die Jugendlichen gegen 55 Bewerberinnen und 64 Bewerber durch – ausgewählt wurden ausschließlich Schülerinnen und Schüler mit sehr starken Leistungen und ausgeprägtem MINT-Interesse.

Im Fokus des Erfinderlabors standen Hochleistungsmaterialien – Schlüsseltechnologien, die mitentscheiden, wie effizient Energie erzeugt und gespeichert wird, wie langlebig technische Bauteile sind und wie nachhaltig moderne Anwendungen in Industrie und Mobilität funktionieren. In kleinen Teams planten die Teilnehmenden eigenständig Experimente, arbeiteten mit moderner Labortechnik und präsentierten ihre Forschungsergebnisse bei einer Abschlussveranstaltung am 6. Februar im Atrium der Firma Merck vor rund 100 Gästen aus Schule, Wirtschaft und Wissenschaft.

Für Fabian Stumpf bedeutete diese Woche: echte Forschung statt Schulversuch. Gemeinsam mit drei weiteren Teilnehmenden arbeitete er – betreut von Doktoranden der TU Darmstadt – an einem Thema, das direkt in die Zukunft der Energiewende zielt: der Entwicklung effizienterer Nickel-Eisen-Oxid-Katalysatoren für die elektrolytische Herstellung von Wasserstoff. Dass dabei Geräte aus der Spitzenforschung zum Alltag gehörten, machte das Format für die Jugendlichen besonders reizvoll und realitätsnah.

Der Kopernikaner bringt es selbst auf den Punkt: „Durch das Erfinderlabor bekam ich nicht nur besondere Einblicke in das Gebiet der Materialwissenschaften, sondern konnte auch hautnah erleben, was das Hügelland des Forschungserfolgs zu bieten hat. Von Freude über Verzweiflung bis hin zum Lichtblick der Erkenntnis war hier alles dabei“, berichtet Fabian. Besonders prägend sei außerdem das Arbeiten „mit so vielen Gleichgesinnten“ gewesen – beim gemeinsamen Bangen um Messergebnisse ebenso wie beim Austausch am Abend.

Auch die Verantwortlichen des ZFC unterstrichen die Bedeutung früher MINT-Förderung: Ziel sei es, junge Menschen zum eigenständigen Denken zu befähigen, ihnen Orientierung zu geben und gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen früh in Schule und Bildung zu verankern. Das Erfinderlabor knüpft genau dort an – an Neugier, Talent und der Lust, Probleme wirklich zu durchdringen.

Die Kopernikusschule Freigericht gratuliert Fabian Stumpf herzlich zu dieser besonderen Leistung. Seine Teilnahme zeigt, wie viel Potenzial in jungen Köpfen steckt – und wie wichtig es ist, ihnen Räume zu eröffnen, in denen aus Unterrichtswissen echte Forschung werden kann.

Weitere Beiträge

Oper hautnah erlebt

Wie wird aus einer Geschichte eine lebendige Bühneninszenierung? Welche Ausdrucksmöglichkeiten haben Schauspielerinnen und Schauspieler? Und wie funktioniert eigentlich eine Drehbühne? Antworten auf diese Fragen erhielten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 der Kopernikusschule Freigericht bei einem besonderen Ausflug in die Oper Frankfurt. Gemeinsam mit ihrem Musiklehrer Andreas Weismantel tauchten sie

Weiterlesen

Volleyball Regionalentscheid

Erfolgreicher Auftritt für die Volleyballerinnen und Volleyballer der Kopernikusschule Freigericht: Beim Kreisentscheid des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ in Hanau sicherten sich gleich drei der vier angetretenen Mannschaften die Qualifikation für den Regionalentscheid Ende November. Besonders glänzten die U16-Mädchen, die sich mit drei Siegen souverän den Turniersieg sicherten. Auch die

Weiterlesen

Sport verbindet

Sport treiben, Europa erleben und dabei erfahren, wie schnell aus Fremden Freunde werden können: Unter dem Motto „Inclusion and Diversity through Sports“ führte das internationale Erasmus+-Sportprojekt Schülerinnen und Schüler der Kopernikusschule Freigericht diesmal nach Hasparren im französischen Baskenland. Gemeinsam mit Katrin Morrás Ganskow begleitete Projektleiterin Lena Kreis-Goinar die Gruppe der

Weiterlesen

Erasmus-Projekt

Beim Abschied fließen die Tränen. „Ich würde gerne noch eine Woche hierbleiben“, meint eine Schülerin. Hier meint unsere Partnerschule in Ihlow, einer kleinen Stadt zwischen Emden und Aurich in Ostfriesland, unweit der deutschen Nordseeküste. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Belgien, Österreich und den Niederlanden waren sechs „Kopernikaner“ mit ihren

Weiterlesen