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Kopernikusschüler kommen Bildern auf die Spur:

Projektwoche des Jahrgangs 12 an der Freigerichter Europaschule

 

Che Guevara, der Fall der Mauer, englische Sketche und ein Eisenbahngleichnis – was haben diese Dinge gemeinsam? Sie alle sind uns verständlich über die Bilder, die wir mit ihnen verbinden. Bilder transportieren Erfahrungen und Geschichten. Die Kopernikusschüler des Jahrgangs 12 wollten herausfinden, was es mit den Bildern dieses Jahrhunderts auf sich hat. 145 Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen des Literarischen Novembers der Kopernikusschule eine Woche lang Fächer verbindenden Unterricht erlebt. Eine Woche lang gab es keinen 45- Minuten-Rhythmus, es wurde in selbstständiger Arbeit recherchiert, informiert, ausgewählt und bearbeitet, musiziert, inszeniert und präsentiert.

Die Themenvielfalt aus den Fächern Geschichte, Musik, Kunst, Religion, Deutsch und Fremdsprachen der Europaschule bot für jeden Schüler und jede Schülerin ein die eigenen Neigungen und Interessen berührendes Projektangebot. So haben die Schülerinnen und Schüler mit journalistischem Gespür danach gefragt, welche Geschichten eigentlich hinter dem Fall der Berliner Mauer zu finden sind, welche Schicksale, welche Komik und welche Trauer. Ein anderes Projekt hat danach gefragt, welche Heldenbilder in unterschiedlichen Jugendfilmen gezeigt werden. Welche Elemente gehören zu einem Helden? Wie wird ein Heldenbild inszeniert?
In eine ähnliche Richtung ging ein Projekt, in dem die Schülerinnen und Schüler untersucht haben, wie Geschichtsbilder eigentlich „gemacht“ werden. Sind die Bilder von Che Guevara wahr? Hat die Mondlandung wirklich stattgefunden? Wer war der NVA-Soldat, der über den Stacheldraht in die Freiheit sprang?

Ein Projekt bot mit englischem Humor unterhaltsame „Bühnenbilder“: selbst geschrieben, für die Bühne bearbeitet und inszeniert. Medien- und Präsentationskompetenz zur Darstellung der Projektwochenarbeit und ihrer Ergebnisse bewiesen die Zwölftklässler im Rahmen einer mehrstündigen Präsentation. Den Abschluss bildete eine szenische Darbietung mit Elementen der Rhetorik, der Choreographie, musikalischem Spiel und Gemälden über ein Gedicht von Erich Kästner, das „Eisenbahngleichnis“.

Mit dieser schillernden und vielfältigen Projektwoche hat die Kopernikusschule Freigericht ein Quentchen vom „Jahrhundert der Bilder“ eingefangen. Dass die Kopernikusschule dem vom Kultusministerium geforderten Fächer verbindenden Projektunterricht in dieser außergewöhnlichen Weise nachkommt, findet von allen Beteiligten eine breite Unterstützung: „So vereinen sich Unterricht und Lebenswelt in besonderer Form.“ Der hohe Einsatz von Lehrerschaft und Schülerschaft, ihr Ideenreichtum und ihre Kreativität haben sich ganz und gar bezahlt gemacht.

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