Komposit1A

Home

Rahmen1a

Helfen macht Schule

Die entwicklungspolitische Arbeit an der Kopernikusschule Freigericht hat eine lange Tradition. Schon 1982 wurden unter Federführung von OStR. Werner Kessler die ersten Projekte ins Leben gerufen. Der damalige Arbeitstitel war “Dritte Welt und Schule”. Das Engagement erstreckte sich im Wesentlichen auf Ost- und Südostafrika sowie auf Südamerika.

Aus der Zusammenarbeit mit außerschulischen Organisationen ist 2002 der gemeinnützige Verein HELFEN MACHT SCHULE erwachsen, dem inzwischen über 100 Mitglieder angehören. Aus der ursprünglichen persönlichen Förderung einzelner Schüler „von Angesicht zu Angesicht“ ist mittlerweile eine breit angelegte Unterstützung geworden, die neben der Einzelprojektförderung in Malawi insbesondere die Förderung der Kishumundu Secondary School in Moshi / Tanzania an den Hängen des Kilimanjaro beinhaltet. Hier werden bedürftige Schülerinnen und Schüler mit Schulgeld unterstützt, aber auch der Erhalt der Schulgebäude und die Beschaffung von Lehrmitteln gesichert. Die Schule bemüht sich im Augenblick um den Aufbau eines Internats. Allerdings gestaltet sich dies wegen fehlender finanzieller Mittel noch sehr schwierig.

Bei der Kishumundu Secondary School handelt es sich um eine private Selbsthilfeschule, die nach dem Besuch der staatlichen Primary School (Klassen 1 bis 7) für weitere 4 Jahre besucht werden kann und zu einem mittleren Abschluss führt. Der Besuch der Schule ist kostenpflichtig. Für ca. 200 EURO kann ein Kind ein Jahr lang die Schule besuchen und erhält dort ein warmes Mittagessen, in der Regel Maisbrei mit Bohnen. Fleisch gibt es derzeit nur 1-2 mal im Monat.
Die Schule hat 280 Schüler und 14 Lehrer. Schulleiter ist James Kiwara, der seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner und Garant für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist.

Das neueste Projekt, ein „Vocational Training Centre“ ( Berufsschule), wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) im Jahre 2006 auf dem Gelände des Brothers’ Centre in Moshi aufgebaut und beim Besuch einer Schulgruppe im Januar 2007 eingeweiht. Gerhard Benzing, der ehemalige Leiter der Beruflichen Schulen in Gelnhausen, betreut von Beginn an dieses Projekt. Diese Berufsschule verbindet schulische und praktische Ausbildung in einem Hause. Die zweijährige Ausbildung wird mit einer staatlichen Abschlussprüfung, teilweise in englischer Sprache, abgeschlossen. Im Augenblick werden Schreiner im ersten und zweiten Lehrjahr ausgebildet. Jeder Auszubildende erhält zu Beginn der Ausbildung eine Toolbox, die alle erforderlichen Werkzeuge enthält. Nach erfolgreicher Teilnahme an der Abschlussprüfung geht die Toolbox als Starthilfe für eine berufliche Existenz in das Eigentum der Schüler über. Zur Finanzierung dieser Werkzeugkisten (Einzelpreis ca. 300 EURO) werden regelmäßig Sponsoren gesucht. Im Januar 2009 startete auch die Ausbildung zu Schneiderinnen. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung sollen die Schülerinnen eine Nähmaschine und eine Grundausstattung an Hilfsmitteln (Scheren usw.) zum Start in eine eigenständige berufliche Zukunft erhalten. Auch hierfür werden regelmäßig Sponsoren gesucht.

Im Abstand von zwei Jahren besuchen wir mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 10 bis 12, zukünftig 9 bis 11, unsere Partnerschulen und haben in den Zwischenjahren jeweils tansanische Kolleginnen und Kollegen bei uns zu Gast.Vom 18. September bis zum 15. Oktober 2009 waren beispielsweise Brother Stanislaus Shija und Frau Salome Mungure aus Moshi / Tanzania an der Kopernikusschule Freigericht und der Alexander-von-Humboldt-Schule Viernheim zu Gast. Wir werden ab dem 29. September 2010 wieder mit einer Schülergruppe zu Gast in Tanzania sein.

Kishu01a